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Viator · Private Tour

Private Taxi Tour durch Berlin + Extras – Extended & Relaxed 6-8h

5.0(4)Berlin1 Stunde
VIATOR5.0(4)

Beschreibung

Im Unterschied zu Busreisen haben Sie bei einer individuellen Stadtführung die Möglichkeit, fast überall mal kurz zu halten – sei es für ein Foto Shoot, sei es für einen Snack oder Pause, sei es für einen Kaffee. Oder auch für einen längeren Rundgang, um ein Objekt genauer anzuschauen oder sich erläutern zu lassen (z.B. Topografie des Terror, Checkpoint Charly, Hackesche Höfe, Brandenburger Tor, Berliner Schloss/Humboldtforum). Ganz nach Ihren Interessen und Wünschen! Und im Unterschied zu einem Rundgang zu Fuß sehen Sie nicht nur einen winzigen Ausschnitt unserer Stadt. Hier können Sie noch in Berliner Stadtteile (Kieze) eintauchen wie Kreuzberg oder Friedrichshain. Bei dieser Tour haben wir entspannt Zeit sogar für Extra-Ziele wie Schloss Charlottenburg, Flughafen Tempelhof, Mauer Gedenkstätte oder das Sowjetische Ehrenmal im Hafen Treptow. Und genießen Sie den Luxus, sich persönlich von Ihrer Unterkunft im S-Bahn-Ring abholen zu lassen. Und alles in einem echten Berliner Luxus-SUV!

Tour-Optionen

Deutsch 7-8h + Schlossbesuch
  • Schloss Charlottenburg: Der Schlossbesuch ist inklusive. Es wird ein Zeitfenster gebucht, das meist am Anfang der Tour liegt Abholung inbegriffen
Englisch 7-8h + Schlossbesuch
  • Schloss Charlottenburg: Der Schlossbesuch ist inklusive. Es wird ein Zeitfenster gebucht, das meist am Anfang der Tour liegt Abholung inbegriffen
Deutsch 6-7h mit City pick-up
  • Abholung / 5-6 Ausstiege: Abholung von Ihrer Unterkunft im S-Bahn-Ring Alle Ausstiege und/oder Rundgänge sind individuell vereinbar per E-Mail Taxi: Ein Teil des Pauschalpreises versteht sich als Taxifahrt gemäß Tarif (7% MwSt), der Rest Stadtrundfahrt-Gebühr (19% MwSt.) Dauer: 7 Stunden:Bei längerer Dauer Aufschlag möglich. Inklusive einer einstündigen Restaurantpause und Schlossbesuche bei Wahl der Option Restaurantbesuch möglich: Es ist 1 Stunde eingerechnet für einen Restaurantbesuch. Als Fahrer brauche ich nach 4 Stunden mindestens eine halbe Stunde SST-Tour City Ost-West & Kiez: Je nach Wunsch und Möglichkeit (Verkehr, Baustellen etc) kann die Route individuell und geplant oder spontan angepasst werden Taxi Luxus SUV Toyota RAV3: erhöhte Sitzposition für bessere Sicht, Ledersitze, von außen nicht einsehbar Deutsch (Muttersprache) Abholung inbegriffen
Engl. 6-7h mit City Pick-up
  • Abholung / 5-6 Ausstiege: Abholung von Ihrer Unterkunft innerhalb des S-Bahn-Ring. Ausstiege und Rundgänge sind individuell vereinbar per E-Mai Taxi: Ein Teil des Pauschalpreises versteht sich als Taxifahrt gemäß Tarif (7% MwSt), der Rest Stadtrundfahrt-Gebühr (19% MwSt.) Dauer: 7 Stunden:Bei längerer Dauer Aufschlag möglich. Es ist 1h Restaurantbesuch eingerechnet +1h Schloss Charlottenburg bei Wahl der Option Restaurantbesuch möglich: 1 Stunde Pause für einen Restaurant Besuch auf eigene Rechnung. Als Fahrer brauche ich nach 4 Stunden mindestens 30 min Pause SST-Tour City Ost–West & Kiez: Abweichungen möglich (auch nach Verkehr/Sperrungen), Reihenfolge kann wechseln individuell und vorher oder spontan vereinbar. Taxi Luxus SUV Toyota RAV4: erhöhte Sitzposition für gute Sicht, Ledersitze, von außen nicht einsehbar Deutscher Muttersprachler: Ich spreche gut und fließend Englisch, bin aber nicht perfekt und habe deutschen Akzent Abholung inbegriffen

Reiseverlauf

5 Min

Eigentlich liegt es ja am Pariser Platz, zumindest von der anderen Seite. Wäre die Stadt Berlin eine Wohnung, so wäre dieser Platz die sogenannte gute Stube. Also das Zimmer, wo man die Gäste gerne hinführt, um die schönsten Seiten der Stadt zu zeigen. Aber wieso vieles, wurden hier auch die umliegenden Gebäude durch Krieg und Abrisswut in den späteren Jahrzehnten zerstört, übrig blieb alleine das Brandenburger Tor. Es stand in etwa so isoliert wie der Arc de Triomphe in Paris. Nur war das hier nicht so geplant. Von keiner Seite kam man bis an das Tor heran, vom Westen stand eine sehr dicke Mauer, von Osten waren die Ost Berliner durch einen Zaun ausgegrenzt. Das verbliebene Stück vom Hotel Adlon wurde zuletzt auch noch gesprengt. Nach der Wende beschloss man hier alles wieder aufzubauen, jedoch im Stil modernisiert, nur in der Kubatur wie zuvor. Nun sind hier wieder versammelt das Liebermannhaus, die Akademie der Künste, die französische und amerikanische Botschaft.

Eigentlich ist der richtige Platz, der im 18. Jahrhundert vom Soldatenkönig als Oktogon angelegt wurde (im Unterschied zum Karree, den Pariser Platz und dem Rondell, dem heutigen Mehringplatz), der Leipziger Platz, am Ende der gleichnamigen Straße gelegen noch vor dem Stadttor, das nach Potsdam führte und darum auch so hieß. Der heute bekanntere Platz, der Potsdamer, lag also schon außerhalb und war und ist wieder größtenteils eine verkehrsumtoste Kreuzung. Fuhren hier schon in den 20er Jahren täglich 100.000 Fahrzeuge vorbei, tobte hier auch das Tag- und Nachtleben mit Amüsierrestaurants und mehr. Heute stehen hier die bekannten Gebäude von Mercedes (damals Daimler-Chrysler) und das Sony-Center, am Beginn der markante Glasturm für das Management der Deutschen Bahn. Umliegend wichtige Hotels (wie Ritz Carlton) und neues Amüsements. So war es gedacht, doch so richtig will es sich aus der Retorte nicht entfalten, selbst die Spielbank Berlin will wieder weg, das Musical ist es schon.

Wilhelminischer Prachtbau, wenn auch von diesem als Schwatzbude oder Affenhaus gerügt. Daher auch außerhalb und stadtabgewandt errichtet. Historisch wertvoll, immerhin platzierten die Rotarmisten ihre Flagge als Zeichen des Sieges auf dem Gebäude. Wenngleich auch das berühmte Foto davon nur nachgestellt ist. Dann jahrzehntelang eher unbeachtet im so genannten freien West Berlin – nur 5 m von der Mauer entfernt, durfte es nicht für offizielle Bundestagssitzungen genutzt werden. Falls doch, um etwa den Bundespräsidenten zu wählen, folgte sofort eine Rüge aus Ost Berlin. In den neunziger Jahren komplett entkernt und völlig neu hergerichtet für den wiedervereinten Bundestag mit nunmehr über 700 Abgeordneten. Nicht zu vergessen, die ikonographische Verhüllungsaktion durch die Künstler Christo. Die Reichstagskuppel, gläsern neu aufgesetzt, nachdem der Architekt an dieser Stelle nur eine Art Tankstellendach geplant hatte, steht sie nun für das neue Berlin.

Dieses Gebäude ist der sogenannte Motor des Parlaments, hier findet die gesamte Parlamentsarbeit statt. Im Parlament werden ja nur noch die Abschlussreden gehalten, die eigentliche Erörterung und Abstimmung findet in den Ausschüssen statt. Dazu gibt es auf drei Etagen in dem über 200 m langen Bau in jeder Auswölbung genügend Gelegenheit. Und als gläsernes Parlament kann man da von außen sogar zu schauen. Nur der EU- und der Geheimausschuss sitzen in der größten Rotunde zur Spree hin über den beiden Restaurants – und von außen nicht einsehbar.

Kolossaler Bau, mit 36 m Höhe und zehn Etagen und insgesamt 500 Büroräumen für über 300 Angestellte nicht gerade klein zu nennen. Das Weiße Haus würde acht mal hinein passen. Größer sind eigentlich nur Paläste für Staatspräsidenten. Die Kanzlerin hat in der Ecke ganz oben links ihr Büro. In der Rotunde darüber ist eine Amtswohnung für sie, die sie allerdings nicht nutzt. Sie wohnt ja bekanntlich gegenüber der Museumsinsel. Die Dienstwohnung ist auch eher unpraktisch angelegt, mit Bad und Schlafzimmer quer gegenüber bei circa 200 m² Nutzfläche.

Größter Kreuzungsbahnhof Europas, so sagt selbst die Bahn und erzählt von 300.000 Passagieren täglich, die hier umsteigen. Nun, das ist schwer zu überprüfen. Aber tatsächlich ist der Bahnhof schon in seinen Ausmaßen gewaltig, mit 8 unterirdischen Gleisen und ebensovielen oberirdisch. Dazwischen riesige Hallen, insgesamt 5 Ebenen, und viele, viele Geschäfte. Und damit diese auch genügend Besucher bekamen, wurde flugs der ehemalige wichtigste Bahnhof West Berlins, nämlich der Bahnhof Zoo, zum Regionalbahnhof herabgestuft, ohne Halt für ICE. Zum Grauen der Charlottenburger etc, die nun eine weitere Anfahrt hatten – gefühlt ins Nirgendwo. Denn der neue Hauptbahnhof (Berlin hatte nie einen, nur Kopfbahnhöfe in alle Himmelsrichtungen) lag nur an der Stadtbahn (die mal errichtet wurde, um die meisten Berliner Bahnhöfe zu verbinden). Die U-Bahn bekam nur einen Stummel bis zum Brandenburger Tor (wird gerade verlängert), und an der S-Bahn wird unterirdisch immer noch gebuddelt.

Hier passieren wir wieder die Grenze Ost-West. Im Hafen, schon damals Sperrgebiet, gab es nach dem Mauerbau auch den ersten Toten. Günter Litfin wurde beim Versuch, den Hafen zu durchschwimmen, rücklings erschossen. Sein Bruder betrauerte ihn bis vor wenigen Jahren – in einem der letzten verbliebenen Wachtürmen beim Invalidenfriedhof.

Ein moderner Bau, in der Mitte auffallend ein großes Riesenfenster. Hinter diesem findet ein bis zweimal wöchentlich die Befragung der Regierenden durch akkreditierte Hauptstadt Journalisten statt. Diese sitzen dann vor einer blauen Wand, was sich hier auch in der Fassade leicht widerspiegelt.

Hier reihen sich heute wichtige Ministerien – für Wirtschaft und Verkehr – in bedeutsamen Bauten mit bewegter Geschichte. Das Palais am Invalidenpark – ehemals für Kriegsverletzte, die hier Aufnahme fanden – wurde zu DDR-Zeiten auch für ein Scharfgericht genutzt, in dem auch Todesurteile gefällt wurden. Längste Zeit war es auch Militärkrankenhaus. Auf dem Weg zum Verkehrsministerium – dort residiert seit Jahren stets ein bayerischer Minister – sehen wir links eine Stück versunkener Mauer. Das ist Kunst – denn sie stand gar nicht dort, sondern bereits hinter uns auf Höhe der Brücke. Rechter Hand sehen wir bereits viele der alten Klinikgebäude der Charité, des europaweit größten Universitätskrankenhaus. Im Vordergrund gleich das Medizin-historische Museum, in der Nähe auch ein "anatomisches Theater" aus Barockzeiten, in dem damals schon vor Medizinstudenten Tiere als Anschauungsunterricht seziert wurden.

Eine der bekanntesten und längsten Straßen durch die Berliner City: Die Friedrichstraße. Verläuft von hier schnurgerade nach Süden bis nach Kreuzberg, wo sie am heutigen Mehringplatz endet – und damit am Halleschen Tor. Sie hat recht unterschiedliche Abschnitte, hier ist das noch etwas schmuddelige nördliche Ende, was gerade aufgehübscht wird. Das Tacheles, das eigentlich an der Oranienburger Straße steht, erstreckt(e) sich bis hier herüber, war es doch ursprünglich eine Einkaufsgalerie, ehe die Kaufhäuser in Mode kamen. Heute ist es eher wieder umgekehrt. Hier entsteht auf einem Areal, was manche Dörfer fassen könnte, ein kleiner neuer Stadtteil.

Dieser Bahnhof war der einzige zu Mauerzeiten, von dem es eine Weiterfahrt von Ost nach West Berlin gab, wie zum Beispiel auch für den damaligen Paris-Moskau-Express. Oder auch für Ausreisen von Ost Berlinern, dann allerdings ohne Rückschein Fahrkarte. Weshalb dieser Bahnhof auch zu abenteuerlichen Fluchtversuchen genutzt wurde, die allerdings nicht immer glücklich verliefen. Ansonsten war der ganze Bahnhof durchzogen von Barrieren und Zollkontrollstellen, mittendrin Stasi Beobachtungsgänge – wen das und mehr interessiert, der findet dies im Original nachgestellt nebenan im sogenannten Tränenpalast. Dieser hieß so, weil dort die Ost Berliner von ihren Verwandten Abschied nehmen mussten, und oft für scheinbar immer.

Dieser Prachtboulevard war der erste seiner Art von Berlin. Eigentlich als beschaulicher Reitweg angelegt, führte er doch vom Berliner Schloss nach Westen, durch das Stadttor Brandenburger Tor in die Jagdreviere, dem heutigen Tiergarten. Diese waren auch dem Kurfürsten persönlich und ausschließlich vorbehalten. Als die Stadt sich auch nach Westen erweiterte – Keimzelle war ja die Insel in der Spree und die östliche Seite, wo sich heute das Nikolaiviertel befindet – wurde der Jagdweg zu einem beachtlichen Boulevard ausgebaut. Bei der Frage, wie man ihn denn bepflanzen sollte, war man sich nicht einig zwischen Nussbäumen und Lindenbäumen. Wie man heute sehen kann, setzten sich die Linden durch, sonst hieß die Straße heute Unter den Nüssen… Ursprünglich von Adelspalais gesäumt, finden sich heute wichtige und prominente Gebäude von der Staatsbibliothek über die Humboldt Universität bis hin zur Staatsoper. Gemütlich sind nur die verbliebenen Cafés auf dem Mittelstreifen.

Hier ließ die Sowjetunion nach dem Krieg die größte Auslandsvertretung in Europa errichten. Sie sollte schon durch ihre Größe dokumentieren, wer hier im Zentrum Berlins das Sagen hatte, zu dieser Zeit waren die amerikanische, britische und französische Botschaft am Pariser Platz alle in Schutt und Asche. Entgegen der Satzung von den Linden, demzufolge alle Gebäude bündig mit der Straße auszurichten seien, erlaubte sich diese Art Palast einen Innenhof. Sie sollte Stalin in allem gefallen – nur leider ist nicht bekannt, ob er je einen Fuß hineingesetzt geschweige denn dort übernachtet hätte. Es hätte zumindest auch nichts gefehlt, selbst für die angeschlossene Schule gibt es noch ein Schwimmbad und Ballsäle und so weiter sowieso. Aber Stalin war ja auch zeitlebens ein Paranoiker. Bis heute genutzt für die Nachfolgestaaten der UdSSR genannt GUS.

5 Min

Deutscher und französischer Dom, Schauspielhaus, Konzerthaus, deser Platz wird zurecht von vielen als schönster Platz Berlins tituliert. Hübsch eingerahmt das heutige Konzerthaus (ehemals errichtet als Schauspielhaus), von den beiden sogenannten Domen. Nämlich dem deutschen und dem französischen Dom. Es sind allerdings keine Bischofssitze noch Kathedralen, sondern einfache Gemeindehäuser, die Friedrich II mit einem domartigen Aufsatz verschönern ließ, angeblich nach eigenem Entwurf. Die linke Kirche, der deutsche Dom, wird nicht mehr als solche genutzt, sondern sie enthält ein Museum für die parlamentarische Geschichte Deutschlands. Die rechte, der französische Dom, wird immer noch von einer reformierten Gemeinde genutzt, die Gottesdienste sonntags in französischer Sprache abhält. Dahinter ein kleines Hugenottenmuseum, denn diese Flüchtlinge waren es, die hier ihr Gotteshaus errichten durften. Nur wohnen mussten sie weiter außerhalb in Moabit. Wiederaufgebaut noch zu DDR-Zeiten.

Sogenannte Kommode (Königliche Hofbibliothek), Sankt Hedwig Kathedrale, Staatsoper, Humboldt Universität bilden zusammen das Forum Fridericianum. Im heutigen Hotel Club the Rome wurde die SPD und KPD zwangsvereinigt. Daher passt vielleicht auch der Name August Bebel, des Begründers der SPD. Ansonsten hieß der Platz früher schlicht und ergreifend Opernplatz, was auch besser passen würde. In der Mitte des Platzes, man läuft leicht darüber, es sei denn es steht gerade eine Menschenansammlung dort, ein Glasfenster im Boden, dass auf eine leere Bibliothek verweist. Hier wurden am 10. Mai 1933 alle aus Nazi Sicht nicht geeigneten Bücher verbrannt. Mit der Humboldt Universität gegenüber bildet der Platz ein schönes Karree, wie der Berliner sagt. Denn auch dieses Gebäude wurde als Palast errichtet, nämlich für den jüngeren Bruder von Friedrich II, Heinrich. Einige Jahre nach seinem Tod dann umgenutzt als Keimzelle der königlichen Friedrich Wilhelm Universität, heute Humboldt Universität.

Für viele früher das Schauspiel unter den Linden: Der Wachwechsel an der neuen Wache, im Stechschritt gingen die Ost Berliner Soldaten dann hier auf und ab. Das ist nun lange vorbei, aber tatsächlich beherbergte diese Wache die Schlosswache, zumindest einen kleinen Teil davon. Früher im Inneren eine Art ewige Flamme (in Wirklichkeit aus Glas, aber durch Lichteinfall so aussehend), heute eine Pièta, eine vergrößerte Form der Skulptur von Käthe Kollwitz, die so ihren im ersten Weltkrieg nach nur wenigen Wochen gefallenen Sohn betrauerte. Heute ein Ort der Trauer für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, daher auch oft staatsmännisch Kränze hier, besonders nach dem Volkstrauertag im November.

Das Deutsche Historische Museum befindet sich im ehemaligen Zeughaus. Dieses enthält traditionsgemäß das „Spielzeug“ für Männer im Kriegsfall, also Kriegsgeräte. Gerne auch die erbeuteten des Feindes. Dadurch entwickelte sich hieraus ein Kriegswaffen Museum, zu DDR Zeiten dann auch ein Militärhistorisches Museum. Nach der Wende entschloss man sich, hier ein zentrales Museum der deutschen Geschichte einzurichten, nachdem der erste Spatenstich bereits da gefallen war, wo heute das Kanzleramt steht. Da kam dann die Geschichte dazwischen… Das Haus selbst wurde nach der Wende generalsaniert, und besonders die Fresken außen und auch im Innenhof des Gebäudes lassen viele erschauern, denn sie sind Totenmasken von sterbenden Krieger nachgebildet. Andreas Schlüter, der Erbauer des barocken Berliner Schloss, zeichnete hier als Bildhauer.

Dieses Gebäude und das benachbarte Kronprinzessinnenpalais werden oft übersehen – bei der Benennung aller sehenswerter Riesenobjekte Unter den Linden gehen sie schnell mal unter. Tatsächlich war ihr wichtigster Zweck derjenige, der sich schon im Namen verbirgt: Hier wurden nicht nur Kronprinzen und Prinzessinnen geboren, sondern sie wuchsen hier auch auf und gebaren nicht selten selbst ebensolche da. Verbunden sind die beiden Palais durch einen Gang. Da das Kronprinzessinnenpalais so nahe an der Staatsoper steht, wurde es gerne auch als Operncafe genutzt, zur Zeit erfährt es gerade eine neue Nutzung als Ausstellungsort. Das Kronprinzenpalais wird noch von der Verwaltung für den Wiederaufbau des Stadtschlosses/Humboldt Forums genutzt.

20 Min

Hier war jahrzehntelang einfach nichts, ein großer Parkplatz, manchmal genutzt für Lustbarkeiten bis Rummel. Seit Jahrhunderten stand hier das Berliner Schloss der Berliner Kurfürsten, später Könige später Kaiser. Im Krieg ausgebrannt und nicht gelöscht, war seine Silhouette dennoch ungebrochen und wurde zum Teil nach dem Krieg weiter auch im Inneren genutzt beispielsweise für Ausstellungen, wie es nach dem Krieg mit Berlin weitergehen soll. Dennoch ließen es die Ost Berliner Herren Monate lang sprengen, ungeachtet aller Kritik aus dem In- und Ausland, weil es eine Ikone des norddeutschen Barock darstellte. Vor der Sprengung noch bis ins einzelne fotografisch dokumentiert, erlaubt es nun einen äußerlich exakten Wiederaufbau, auch der Schlüter Innenhof wird detailgetreu rekonstruiert. Hinein kommen soll aber in den ansonsten modernen Betonbau die außereuropäischen Kunstsammlungen und die der Humboldtuniversität. Eröffnung als Humboldt Forum 2021/2022. Ein Highlight ist die Dachterrasse.

Hier sehen wir rechts durchgehendes Halteverbot, Poller und gerne auch Polizisten mit Maschinenpistole im Arm. Sicheres Anzeichen für eine jüdische Einrichtung in Berlin, denn diese werden nicht ohne Grund Tag und Nacht bewacht. In der Fassade erkennt man maurische Stilelemente, bekrönt wird das Ganze durch eine goldene Kuppel. Leider ist das Gotteshaus selbst, das Platz für bis zu 3000 Gläubige bot, im Krieg zerstört worden. Das Vorderhaus, eine Art Eingangsportal, wurde immerhin noch zu Ostzeiten angefangen, wieder aufzubauen. Darin heute eine sehenswerte Ausstellung zum jüdischen Leben in Berlin. Doch Achtung, die Sicherheitsmaßnahmen am Einlass ähneln denen im Flughafen. Die Synagoge wurde als Ersatz für eine ältere Synagoge in der Nähe gebaut, in einer Zeit, als Preußen den Juden gleiche Bürgerrechte bot und man stolz die eigene Kultur präsentieren wollte. Selbst der eiserne Kanzler Bismarck erschien zur Einweihung 1866.

10 Min

Sie sind heute wie eine Keimzelle dieses besonders bei Touristen beliebten Gebiets. Zu DDR-Zeiten verkommen und zum Teil als Lager genutzt, wurde dieses Hofensemble als erstes nach der Wende wieder hergerichtet und erstrahlt in seinem alten Jugendstil Charme. Errichtet wurden die Höfe nämlich 1908 als eine Art Vorzeige-Hofareal. Hier sollten sich Leben und Arbeiten in vorbildlicher Weise mischen, kleine Manufakturen, Druckereien und Werkstätten boten Arbeit, und die Lichthöfe waren groß genug und begrünt, dass man auch gerne in den oberen Geschossen wohnen konnte. All dies können Sie heute wieder in ursprünglicher Pracht bewundern, die Werkstätten freilich ersetzt durch Geschäfte mit ausgesuchter, zum Teil selbst hergestellter Ware. KPM (Königliche Porzellan Manufaktur) stellt hier auch sein Porzellan aus, und im selben Hof finden Sie auch die Produkte der berühmten Ost-Berliner Ampelmännchen.

Das Rote Rathaus heißt nicht etwa nach dem Parteibuch des Regierenden Bürgermeisters so; dieser hat in Berlin die gleiche Funktion wie in anderen Ländern der Ministerpräsident. Sondern natürlich nach den roten Backsteinen. Zur Ost Berliner Zeiten saß hier auch der Ost Berliner Magistrat (übrigens mit einem Oberbürgermeister, wie das in Gesamtberlin bis 1945 auch üblich war) und der West Berliner Regierende saß im Schöneberger Rathaus. Im Stil der Neugotik errichtet, kann man es übrigens auch kostenlos besichtigen, zumindest einige interessante Räumlichkeiten, darunter auch ein Raum mit ganz vielen Gipsabdrücken bekannter Statuen. In den 1870er errichtet, wurde es natürlich schon bald zu klein und daher errichtete man schräg dahinter das sogenannte Stadthaus, mit aufragender Kuppel. Das älteste Rathaus Berlins stand gar nicht weit von hier auf der damals sogenannten langen Brücke, der heutigen Rathausbrücke, mittenmang als Verbindung zweier Städte, nämlich Berlin und Cölln.

10 Min

Rundgang empfohlen mit Nikolaikirche, Knoblauchhaus und vielem mehr. Hier kann man Alt Berlin erleben, zumindest die Kulissen stimmen, denn genau das war die Absicht des erklärten Wiederaufbaus in den achtziger Jahren (also noch zu DDR Zeiten), als hier in Wahrheit nur noch drei Häuser standen, und von der Nikolaikirche nur die Mauern ohne Dach und Turmspitze. Nebenbei sollten aber auch 2000 Wohnungen auf diesem winzigen Areal untergebracht werden, ein Kunststück des Architekten. Wir nähern uns von außen in berlintypischer Bauhöhe und zoomen quasi hinein in einen immer älteres, ja fast barockes Berlin. Mit dem Endpunkt der Nikolaikirche, der ältesten Berlins, heute ein Stadtmuseum. In nächster Nähe das noch im Original erhaltene Knoblauchhaus, im schönsten Biedermeier eingerichtet und zeigt zudem kostenlos das Familienleben eine Tuchmacher Familie. Darüber hinaus locken berlintypische Restaurants mit Blick auf die Spree, in der Mitte der Heilige St. Georg, wie er den Drachen tötet.

Über den Alexanderplatz spricht heute jedermann – wäre auch komisch vom Ochsenplatz zu reden, auch wenn dies der ursprüngliche Name war, wahrscheinlich, weil man hier mit ebensolchen gehandelt hat. Eigentlich schon außerhalb der ältesten Stadtmauern gelegen, war es eine östliche Erweiterung samt Marienkirche. Den Ursprung des Platzes findet man eigentlich dort, wo heute der Vorplatz vor dem Galleria Kaufhof ist. Zu DDR Zeiten wollte man hier eine sozialistische Umgestaltung im Sinne eines russischen Prospekts: Mit viel Platz für alle Aufmarschierenden, am besten inklusive Panzer und sonstiger Waffenarten, umgeben von modernen Gebäuden, die irgendwie für die Moderne des Sozialismus standen, vom Haus des Tourismus bis über das Haus der Elektrotechnik bis hin zum Haus des Lehrers. Und mittendrin der Fernsehturm, bis heute der Höchste Deutschlands, als Ausweis sozialistischer Ingenieurs- und Baukunst.

Beidseits erleben Sie die "Zuckerbäckerbauten" der ehemaligen Stalin-Allee. Nach Tod des Diktators umbenannt, waren aber auch die sogenannten Arbeiterpaläste umstritten: Nach Sollerhöhung und Lohnsenkungen zogen die Arbeiter zum Haus der Ministerien (heute Finanzministerium) an der Wilhelmstraße. Das mündete im Aufstand vom 17. Juni 1953, der von der DDR-Obrigkeit mit sowjetischen Panzern blutig niedergeschlagen wurde. Heute sind die stalinistischen Bauten saniert und längste Denkmalmeile Deutschlands.

5 Min

Das längste erhalten gebliebene Stück Berliner Mauer (1600 m), und eigentlich gar keine echte "Frontmauer". Denn die bunt beschmierte Mauer, die die Westberliner anfassen konnten, hätte hier theoretisch auf der anderen Seite des Flusses stehen müssen. Doch die konnte man sich hier sparen, dafür gab es eine Hinterlandmauer, die hier der Berliner Mauer bis aufs i-Tüpfelchen gleicht (3,60, hoch, oben der Kanalrohr-Ring, damit man nicht hochspringen kann). Ursprünglich streng bewacht und schneeweiß, wurde sie nach der Wende 1990 von 180 Künstlern aus aller Welt mit aktuellen Motiven bemalt: der Trabbi, der durch die Mauer fährt, der Breschnew-Honecker-Kuss. Inzwischen mehrfach erneuert, nagt doch der Zahn der Zeit an diesem Monstrum der Geschichte.

Fast ein Wahrzeichen von Berlin, und wenn nicht, dann doch mindestens vom Doppelbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, diesen Ost-West-Bezirk, den nur diese Brücke verbindet. Markant durch die beiden mitteralterlichen Türme, war sie einst Stadtgrenze nach Osten: im Wasser schwamm der sogenannte Oberbaum (am Oberlauf der Spree), um nachts Schiffe an der Durchfahrt zu hindern. Denn es war auch eine Zollgrenze, wie man unschwer an den Wappen auf den Türmen erkennen kann: links der Brandenburger Adler, rechts der Berliner Bär. Heute eine beliebte Verbindung auf der Partymeile vom Schlesischem Tor zur Warschauer Straße mit dem RAW (Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk) Gelände. Hier ist immer etwas los. Oben fährt übrigens die U-Bahn im 1. Stock, hinter Zinnen versteckt, dann Auto- und Fahrradverkehr, unten die Schifffahrt.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es hier aussehen würde, hätten sich die Pläne der Straßenplaner aus den 60er Jahren verwirklicht: Eine breite Autobahntrasse würde die Stadt zerschneiden, mit einem Autobahnkreuz auf dem vor uns liegenden Oranienplatz. Hübsche Altbauten, kleine Restaurants und szenige Läden, die heute die Straße säumen, wären allesamt verschwunden. Samt der alternativen Kultur, die bis heute für Kreuzberg kennzeichnend ist und sein Flair ausmachen. Obwohl schon lange gentrifiziert, mit den höchsten Mietsteigerungsraten in Berlin.

Sehr markant ist vor allem die Überbauung aus den 70ern: As Hängende Gärten von Babylon angepriesen, verkam dieses Betonmonstrum schnell als Wohnsiedlung für die neuen Gastarbeiter, vornehmlich aus der Türkei. Deshalb auch umgetauft von NKZ – Neues Kreuzberger Zentrum –in Klein-Istanbul. Eigentlich sollte es die Autobahn abschirmen, die hier durch die Oranienstraße verlaufen wäre und die Altbausubstanz komplett vernichtet hätte. Was ca. 1980 auch die Hausbesetzer auf den Plan rief: Sie zogen in die entmieteten Häuser ein, die teilweise noch voller Möbel und Teppiche waren. Ihnen ist nicht zuletzt zu verdanken, dass wir hier in Kreuzberg noch so viele der heute heißbegehrten und seit langem renovierten Altbauten haben.

Das ehemalige Diakonissen-Krankenhaus Bethanien wurde einst auf der grünen Wiese vor den Toren Berlins errichtet. Später in den 70er Jahren umkämpft, gegen Abrisspläne und zum Teil besetzt, diente es später als Künstlerhaus. Nachdem auch diese sich mit Besetzern aus der linken Szene konfrontiert sahen, zogen sie aus und gründeten eine neues Künstlerhaus mit Hilfe des Mäzens Berggrün in der Kottbusser Straße. Der Rest des Baus wird heute für eine Musikschule genutzt. Kostenlos kann auch die historische Apotheke von Theodor Fontaine besichtigt werden, dem späteren bekannten Autor über die Mark Brandenburg (Berliner Umland).

Hier lohnt ein kurzer Halt. Hier war direkt die Mauer, für die Kreuzberger fast greifbar über dem Trottoir. Dahinter der Todesstreifen, mit geharktem Sand. Dann erneut eine Mauer, dann Ostberlin. Nur ca. 50 m getrennt vom Westen, und doch unerreichbar. Man kann sich das heute kaum mehr vorstellen, wo jetzt wieder ein Park entstanden ist. Übrigens in einem ursprünglichen Kanalbett, dem Luisenstädtischen Kanal. Hier machte er einen Knick zur Spree hin, weshalb das Wasser nur schlecht abfloss und die Lastkähne (mit Ziegeln und Balken für den Aufbau der Stadt) getreidelt werden musste. Das heißt Pferde zogen die Kähne, und zum Ausruhen wurden sie hier in die Engelhöfe gebracht. Dort residierten sie in mehreren Etagen, weshalb es bis heute außen diese riesigen Fahrstühle gibt. Heute haben sich verschiedene Mediendienstleister in den Höfen angesiedelt.

5 Min

Das war der Alliierten Kontrollpunkt. Charly (C), weil nach amerikanischem Alphabet die beiden anderen in Helmstedt (A wie Alpha) und Drei-Linden (B wie Bravo) lagen. Und als alliierter Kontrolltrupp durfte man ohne Kontrolle durch die sowjetische Besatzungsmacht oder ihre ostdeutschen Schergen hier durchfahren. Als die das im Oktober 1961, als kurz nach Bau der Mauer anders handhaben wollten, kam es zur großen Bedrohung: Auf beiden Seiten fuhren je 8 Panzer auf, ein Fingerabzug entfernt vom 3. Weltkrieg. Weshalb diese Geschehnisse auch die ganze Welt betroffen hätten. So verwundert nicht, dass Reisende aus aller Welt sich hier umsehen – und nicht mehr viel sehen. Ein nachgebautes Wachhäusschen aus den 50ern, die originalen aus den 80ern stehen im Alliierten-Museum. Ein temporäres Museum des Kalten Krieges, auf einer Immer-noch-Brache. Und das privat geführte Mauer-Museum, mit einer Sammlung von Kuriositäten rund um Fluchtversuche.

5 Min

Hier steht noch ein letzter, kurzer, aber originaler Mauerrest, direkt in der Innenstadt. Mauerspechte taten hier ihr übriges, weshalb der "Antifaschistische Schutzwall" hier sehr durchlöchert ist und wenig bedrohlich wirkt. Die östlichen Machthaber fühlten sich hier so sicher, dass sie auch auf den sonst üblichen Todesstreifen verzichteten. Schließlich waren im benachbarten Haus der Ministerien (heute Finanzministerium) und dem Planungsbüro (heute Abgeordnetenhaus) nur überzeugte Parteisoldaten. Dachte man. Und dann war doch ein spektakulärer Fluchtversuch mittels einer Seilbahn aus dem ehemaligen Haus der Luftwaffe (gebaut für Hermann Göring in den 1930ern) hinüber in den Westen. Samt Frau und Baby gelang die Flucht, beobachtet von der Stasi, die aber nicht eingriff. Im Irrglauben, es könnte sich nur um eine Übung der Sowjets handeln. Bei einem kurzen Stopp können Sie die Mauer hautnah erleben und ein Blick auf die Topographie des Terrors werfen.

5 Min

Südlich dem Mauerrest gelegen, befindet sich heute ein Ausgrabungsgelände mit einer Informationshalle. In den 80ern waren hier Pisten und Gestrüpp, und Strapsen-Harry (nannte sich selbst so), ein West-Berliner Unikum ließ hier Berliner auch ohne Führerschein durch die Wildnis fahren. Bis eine Dozentin und ihre Studentin anfingen, hier Berliner Nazi-Geschichte auszugraben. Sie fanden noch Reste der Keller, in denen die NS-Sicherheitsorgane (SS, Gestapo, Schutzpolizei etc.) unliebsame Zeitgenossen (Kommunisten, Sozialdemokraten, Sinti, Roma, Schwule ...) verhörten und misshandelten ... sie planten hier ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aufgezeichnet und ausgestellt in der sogenannten Topographie des Terrors (Freiluftmuseum und Informationshalle).

Einst war es ein Kunsthandwerk-Museum, errichtet von Martin Gropius, einem Großonkel des späteren Bauhaus-Architekten Walter Gropius. Im Krieg arg mitgenommen, lag es verfallen hart auf der Kreuzberger Seite der Mauer. Dann wieder hergerichtet, dient es heute großen Ausstellungen, die meist von der Lotto-Stiftung finanziert werden, zu interessanten Themen (von dem untergegangenen Alexandria bis hin zu David Bowie). Der Eingang lag zunächst auf der anderen Seite, denn so dicht an der Mauer hätte es die Ostgrenzer provoziert. Die geschundenen Skulpturen am heutigen Eingang zeugen noch von der Zeit des Verfalls.

Ehemals kurfürstliches Jagdrevier, und weil auch noch ein Zaun drum rum war, damit die Tiere nicht weglaufen konnten (und umgekehrt die Bauern aus den umliegenden Dörfern sie nicht jagen konnten) hatte es bald seinen Namen weg: Tiergarten. Doch Friedrich II, später genannt der Große, konnte die Jagd nicht leiden, verbannte den Zaun und ließ erstmals auch die Berliner in die privaten königlichen Jagdgefilde. Einen Teil ließ er – gemäß seiner Zeit – zum barocken Garten umgestalten. Spätere Könige bevorzugten den englischen Landschaftsgarten, und hier tat sich der preußische Architekt und Gärtner Peter Lenné hervor. Er ließ den Schafgraben zum Landwehrkanal ausbauen, entwässerte so den sumpfigen Teil des Tiergartens und schuf Landschaften, Seen und Sichtachsen. So ist es im Grunde bis heute geblieben, nur der 2. Weltkrieg hatte verheerende Wirkung. Bald stand fast kein Baum mehr aufrecht, und vor dem Reichstag wurden Kartoffeln angebaut. Doch dann kam die Aufforstung mit alliierter Hilfe.

Hier war mal das OHA, das Oberkommando des Heeres(Amt) der Hilterschen Wehrmacht, immerhin mussten alle ihren Eid auf diesen Mann schwören. Errichtet wurde das schöne Gebäude zum Kanal hin eigentlich als Reichsmarineamt kurz vorm 1. Weltkrieg. Später erweitert und ergänzt durch viele Höfe. Im ersten Hinterhof wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg standrechtlich erschossen, neben 3 Getreuen, nachdem sein Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 gescheitert war. Heute befindet sich hier die Außenstelle des Verteidigungsministeriums (BMVe), der Hauptsitz ist nach wie vor auf der Bonner Hardthöhe angesiedelt. Ob die Ministerin sich dort noch oft aufhält? Das Gebäude gegenüber, das sog. Shell-Gebäude (nach einer Tankstelle) ist jedenfalls inzwischen auch an das BMVe vermietet, und so entwickelt sich die Rutschbahn Berlin - Bonn zuungunsten der ehemaligen BRD-Hauptstadt. Das Haus ist jetzt wieder original hergerichtet, eine Stahl-Beton-Konstruktion eines Bauhaus-Architekten.

Auf dieser kleinen Straße entlang des Tiergartens befinden sich viele bedeutenden Botschaften – die größten von ihnen in ihren angestammten Gebäuden, zumindest der Hülle nach: Italien im rosafarbenen Palazzo und Japan in einem Monumentalbau, von der kaiserlichen Sonne im Giebel bekrönt. Das waren auch die Achsenmächte, mit denen das Hitlerreich verbündet war und die deshalb nahe der Schaltzentrale in der Wilhelm- und Voßstraße gelegen sein sollten. Dahinter und drumherum finden sich die Botschaften Österreichs, Indien (roter Kathmandu-Stein), Südafrika (sandfarben) und der Türkei (gut an der Absperrung zu erkennen). Griechenland stellt seine Botschaft gerade wieder fertig, und kurz vor der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) findet sich noch Saudi-Arabien mit traditionellem orientalischem Gittermuster. Dazwischen ein großes Gebäude mit riesiger Auffahrt, was eigentlich gar keine echte Botschaft ist, sondern nur eine Landesvertretung: Baden-Württemberg, imposant neben Österreich gelegen.

Neben der Spree bietet der Landwehrkanal eine gute Orientierung in der Stadt. Überhaupt ist Berlin sehr am und auf dem Wasser gebaut, das Grundwasser ist nur 80 cm unter uns. Aber alles wurde über die Jahrhunderte aufgestaut, entwässert und in Kanäle verfrachtet. Dazu brachte der Große Kurfürst eigens holländische Fachleute ins Land, und so durchziehen Berlin jetzt 200 km Wasserstraßen. Eine davon ist der Landwehrkanal, erdacht und geplant von Peter Joseph Lenné, dem bekannten Landschaftsarchitekten. Er hatte mehrere Funktionen: Abkürzung für die mäandernde Spree, Frachtschiffahrt durch die neuen Vorstädte Berlin, die gleich noch die nötigen Ziegel und Holzstämme mitbrachten und auch Entwässerung des sumpfigen Umlandes, sei es im heutigen Kreuzberg oder im Tiergarten. Falls Sie Gelegenheit zu einer Bootstour haben, werden Sie merken, dass man fast alle Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus betrachten kann. Wie hier gleich das Verteidigungsministerium.

Hier sehen wir ein großes grünes Band, was eigentlich nicht grün, sondern nach Kupfer aussehen sollte. Aber wenn man das künstlich "age-t", wie hier geschehen, hat es doch für manche die Anmutung von DDR-Plaste. Dahinter jedenfalls in schicken Holzgebäuden einzeln, und doch miteinander verbunden (auch durch eine gemeinsame Kantine, beliefert durch ein norwegisches Edelrestaurant in Schöneberg): die 5 nordischen Botschaften. 5? Ja, man vergisst gerne das kleine Island.

Gerne wird es übersehen, unser schönes Aquarium hier mit den sandsteinfarbenen Platten, die allerlei Reptilien abbilden. Aber es ist eines der größten seiner Art, die Sammlung umfasst weitaus mehr Tiere als das Aquaree im Osten der Stadt. Nur ist dieses sehr spektakulär, man läuft unter den zunächst einheimischen Gewässertierchen hindurch, bis man in einem Südsee-Aquarium landet, durch das der Hotellift (es steht in der Lobby des Dom Aquaree-Hotels) direkt hindurchfährt.

Dieser Zoo ist nicht nur eine der ältesten in Deutschland, sondern er hat auch den größten Tier- und Artenbestand (circa 16000 Tiere in 1600 verschiedenen Arten). Die Gründung geht zurück auf König Friedrich Wilhelm IV, der mit dem Tierbestand auf der Pfaueninsel seiner Vorgänger (von Pfauen über Bären bis hin zu anderen seltenen Tieren) nicht viel anfangen konnte. Also ließ er die Tiere in die Nähe Berlins verbringen, und opferte einen Teil seines privaten Jagdgeländes, des Tiergartens. Man errichtete auch die Gebäude in Art und Stil der jeweiligen Herkunftsländer der Tiere, was trotz Kriegszerstörungen heute noch schön anzuschauen ist. Natürlich hat Berlin noch einen zweiten Zoo, das ist allerdings der Tierpark rund ums Schloss Friedrichsfelde, bedingt durch die Teilung der Stadt. Heute gehören beide zusammen. Besonders auffällig sind von außen das große Elefantentor mit dem Affengehege dahinter und das Löwentor am Bahnhof Zoo.

Diesen Namen können sich nicht so viele merken, er geht zurück auf einen SPD Politiker, der sich sehr für Arbeiter eingesetzt hat. Viel bekannter darauf ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die wir später noch einmal von der anderen Seite sehen werden. Viele meinen, der Name verweist auf das Gedenken an den Krieg, gemeint ist aber Wilhelm I, dem sein Enkel hier und seiner Hohenzollern Familie ein Denkmal setzte. Daher gleichen alle Gesichter der heiligen Familie und der Jünger im Eingang des erhaltenen Portals ein wenig den preußischen Königen und Kaiser. Ursprünglich wollte man den kriegszerstörten Platz komplett räumen, so auch die Überreste des Gotteshauses. Dagegen regte sich Widerstand, so blieb wenigstens der Turm und das Westportal erhalten. Außen herum wurden der Kirchturm und der eigentliche Kirchensaal nach Entwürfen von Egon Eiermann im modernen Stil errichtet. Angeblich von den Berlinern liebevoll Lippenstift und Puderdose genannt.

Es sieht von außen etwas merkwürdig aus, ein bisschen im Zuckerbäckerstil alles übergossen und ist auch gar nicht so alt: das Theater des Westens. Heißt so, weil es im damals neuen Westen von Berlin erbaut worden ist (und stand erst später sozusagen zufällig in West Berlin). Es war Anfang des 20. Jahrhundert schick, aus den viel zu eng bebauten Kernstadt (genannt Mitte) mit all seinen Aufmärschen und Paraden heraus zu ziehen in den grünen Westen, wo es noch Platz gab für große Villen mit Gärten. An diesen Glanz erinnert das Theater, heute als Musicalhaus benutzt, und enthält im Innern sogar eine Kaiserloge.

Hier machen wir einen Schwenk rüber von der Kantstraße (die in ihrem längeren Verlauf sich in ein interessantes chinesisches Viertel verwandelt, geht zurück noch auf die Studenten aus der Kaiserzeit an der Technischen Hochschule) zum berühmten Kurfürstendamm, in Berlin liebevoll-ironisch zum Ku’damm abgekürzt.

Hier bekommen wir einen kleinen Eindruck vom westlichen Pracht Boulevard. Ist er in Wirklichkeit doch viel länger, fast 5 km bis nach Halensee. Errichtet nach dem Vorbild der Champs Élysées in Paris, die Bismarck sehr beeindruckt hatten nach dem deutschen Sieg über Frankreich (selbst die Kandelaber erinnern daran). Nur wird er heute nicht mehr von prächtigen Villen geschmückt, auch nicht von Entertainment Lokalen, Cafés und vielen Kinos, wie in Zeiten von George Grosz und Erich Kästner, sondern ist zur Einkaufsmeile mutiert mit schicken Boutiquen (im weiteren Verlauf nach Westen, von Versace über Bulgari und Dolce Gabbana findet sich hier alles) und modernen Flagship Stores wie hier von Apple und Tesla. Nachts ist der schicke Boulevard darum inzwischen eher einsam und verlassen.

Hier erneut die Gedächtniskirche, diesmal von der anderen Seite. Auch der Neubau lohnt einen Besuch, nicht nur erscheint alles in geheimnisvollen blauen Licht durch die eigens in Frankreich angefertigten viel Tausenden Glassteine. Es ist drinnen auch überraschend still, wenn man an den Lärm dieses sehr umtosten Platz denkt. Schuld daran sind die besondere Konstruktion einer doppelten Wand mit 2 m Schallschutz Luft dazwischen. Leider ist die Betonkonstruktion sehr anfällig, da fragil und allen Verkehrsemissionen ausgesetzt. Darum ist selten eines der Gebäude ohne Baugerüst. Gleich dahinter der Turm des Europacenters, zusammen mit dem Flachbau das älteste Einkaufcenter Berlins, kürzlich 50 Jahre alt geworden. Ursprünglich sogar mit einer Eisbahn in der Mitte, die wurde aber später der Platzoptimierung geopfert. Berlin ist inzwischen bundesweit Mall Hauptstadt: wir haben schon über 70 und weitere sind noch in Planung.

Nach dem Breitscheidplatz erreichen wir den Tauentzien, wie alle weiteren Straßen geradeaus benannt nach einem General aus dem Schlachten gegen Napoleon. Von vielen als Fortsetzung beziehungsweise Anfang des Ku’damms wahrgenommen; aus einer Laune der Geschichte heraus fehlen dem Ku’damm tatsächlich 9 Hausnummern. Auch flankiert von vielen Geschäften, meist aber eher solche mit erschwinglichen Preisen. Mal abgesehen vom Deluxe Kaufhaus am Ende der Straße, dem KaDeWe, mit seinen 60.000 m² größtes Einzelkaufhaus in Kontinental Europa. Gibt es dort allen erdenklichen Luxus, besonders oben auf der Feinschmecker Etage, von Champagner schlürfen über Austern essen, feinsten Schokoladensorten und noch mehr Brot- und Käsesorten wird dort alles geboten, was das Herz begehrt. Trotzdem von manchen als "Fressetage" verunglimpft ...Unbedingt besuchen!

Es war einmal der schönste Platz, zumindest West Berlins. Viel übrig ist angesichts der eher belanglosen Fünfzigerjahre Bauten ringsherum nicht mehr geblieben, aber heraussticht immer noch in der Mitte die U-Bahn Station, bekrönt von einem wahrlich schönen Gebäude. Hier kreuzen sich mehrere Linien, so dass man im frühen 20. Jahrhundert darauf kam, diese doch mit einem gemeinsamen Bahnhof zu verbinden. Trotzdem kann die Berliner U-Bahn natürlich keinen Vergleich etwa mit der Moskauer standhalten, dafür ist sie richtig alt (nicht ganz so alt wie die Londoner, aber in etwa wie die aus Paris). Und vom Nollendorfplatz kommend, verschwindet die ehemalige Arbeiterbahn hier in den Untergrund. Die ehemals unabhängige und sehr reiche Stadt Charlottenburg wollte sich das nicht antun, dass eine stinkende Bahn (damals noch) an den schönen Villen vorbei schnaubte.Wir werden gleich sehen, wie sie Richtung Nollendorfplatz (und das war dann Schöneberg beziehungsweise Berlin) wieder nach oben gelangt.

Besonders auffällig: Wie die U-Bahn hier aus dem Untergrund auftaucht bzw. in diesen verschwindet, je nach dem, von welcher Seite man kommt. 1902 errichtet, hatte man sich für die günstigere oberirdische Bauweise entschieden, als in den morastigen Berliner Untergrund zu buddeln. Berlin hatte immer Geldsorgen, nicht so die damals noch selbständige reiche Stadt Charlottenburg. Sie verbannte das schnaufende Monstrum unter die Erde. Zwischen Bülowbogen im Osten und Nollendorfplatz im Westen verkehren seit jeher Menschen allerlei Geschlechts, wie man damals sagte. Schon zu Kaisers Zeiten gab es hier schwule "Böse-Buben-Bälle" (von Mitternacht bis morgens um 6h, ganz wie heute in der Club-Kultur) und lesbische "Dielen", in denen auch getanzt wurde. Quer durch alle Schichten, damals noch ein Novum. Bis heute ist zwischen Nollendorfplatz/Motzstr. und Wittenbergplatz/Fuggerstr. das größte Gay-Viertel Europas.

Einst errichtet als Pendant zur Museumsinsel, also nicht als Gegensatz; so die Planung in den 50ern, als man noch an eine baldige Wiedervereinigung der Stadthälften glaubte. Dann jedoch entstanden hier Bauten wie die Philharmonie (mit Kammermusiksaal), Neue Staatsbibliothek und Neuer Nationalgalerie, die doch mehr waren als nur eine Ergänzung zu den älteren Bauten in der Osthälfte. Neben weiteren Museen wie dem Kunstgewerbemuseum und dem für Musikinstrumente entstand in den 90er Jahren noch die hervorragend ausgestaltete und bestückte Gemäldegalerie. Hier finden Sie alle alten Meister von Tiziano über Caravaggio bis Rembrandt. Nur zu finden ist sie schlecht, hinter der merkwürdig schiefen Piazetta. Die jetzt auch noch verdeckt werden wird durch einen Neubau, der die moderne Kunst des 20. Jahrhundert enthalten soll. Von den Schweizer Spitzenarchitekten Herzog & De Meuron geplant, erinnert es äußerlich doch mehr an eine Scheune, und wie stets ist die Stadt darüber sehr gespalten.

Für viele bis heute ein architektonisches Highlight: das Sony Center am Potsdamer Platz. Neben Daimler-Chrysler (damals, heute wieder Mercedes-Benz) der andere große Investor an dem darniederliegenden Platz. Die tollkühne Glas-Stahl-Konstruktion stammt vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Die Bauten sind überspannt durch ein schiefes Dach, das zu schweben scheint und an den Fujiyama in Japan erinnert. Nur eines hatte man bei der Planung übersehen: den unter Denkmalschutz stehenden Flügel des alten Hotels Esplanade. Er hatte den Bombenterror überstanden, und man hielt in seine Sälen (Frühstücksraum und Rauchsalon mit Gemälde des Kaisers) Partys ab. In einem aufwändigen Verfahren wurde das Gebäude dann 75 m ostwärts verschoben, mit 10 Geschossen überdacht – und der Ballsaal nach außen gekehrt. Er kann heute wieder für Festivitäten angemietet werden.

Wir wenden hier, da eine Weiterfahrt bis zum Schloss Charlottenburg zu weit wäre (oder, falls gewünscht, auf Kosten anderer Highlights ginge). Das schön hergerichtete Jugendstilgebäude kann mit einer besonderen Anekdote nach dem 2. Weltkrieg aufwarten ...

Eintritt inklusive60 Min

Berühmtes Schloss der Hohenzollern, das im Krieg so stark zerstört wurde, dass es abgerissen werden sollte. Erst der Widerstand der Bürger führte zum Erhalt und Wiederaufbau. Im inneren mit Original Mobiliar, der Silberkammer und der Porzellansammlung der Preußenkönige ausgestattet. Der Park zur Spreeseite hin wurde auch originalgetreu rekonstruiert.

15 Min

Nirgends ist die Berliner Mauer so gut erklärt und dokumentiert wie an dieser Gedenkstätte etwas abseits der touristischen Routen. Inzwischen wurde die Gedenkstätte noch erweitert und auch ein Wachturm ziert wieder das Stückchen originaler Mauer mit Todesstreifen und Hinterlandmauer. Ein Museum und Dokumentationszentrum mit Filmen zu Mauer und Fluchtversuchen (Tunnel) ergänzen das Mahnmal

Vorbeifahrt

Der alte Berliner Zentralflughafen Tempelhof ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich: die sog. Mutter aller Flughafen und mit dem größten Gebäude der Welt - bis zum Bau des Pentagon. Die Frontseite misst 1,3 km und ist vom Weltall aus zu sehen. In der Nazizeit gebaut, jedoch nie ganz fertiggestellt, legt das Gebäude eindrucksvolles Zeugnis für jene Zeit ab. Heute bietet es den spektakulären Eingang zum größten Park Berlins auf dem ehemaligen Rollfeld. Eine grüne Wiese mit Schafherden und Kyte-Flugdrachen "über" Berlin.

Vorbeifahrt

Ein ganz besonderer und oft vergessener Kiez im alten Westberlin, das "brave" Kreuzberg gegenüber dem bekannteren Spontibezirk SO36. Idyllisch am Berghang zum Tempelhofer Flugfeld gelegen, geben die alten und denkmalgerecht sanierten Kaiserzeit Häuser Zeugnis einer vergangenen Epoche. Besonders sehenswert ist der malerische Chamissoplatz. Und nicht zuletzt die sanierte Markthalle am Marheinekeplatz.

20 Min

Etwas abseits der touristischen Trampelpfade gelegen, wird es oft übersehen. Ein Kleinod gärtnerischer Kunst, aber auch Abbild sowjetischer Großmachtträume noch dem gewonnenen "Großen Valterländischen Krieg" gegen Hitlerdeutschland. Ca. 8000 im Kampf um Berlin gefallene Sowjetsoldaten der Roten Armee liegen hier begraben, betrauert von einer russischen Kriegerwitwe (Statue) und einem heroischen Standbild des Sowjetsoldaten, wie er ein befreites deutsches Kind rettet.

20 Min

Blick auf die Spree gefällig? Gerne hier im Treptower Hafen. Hier legen die ca. 30 Ausflugsschiffe der "Stern und Kreis"-Schifffahrtsgesellschaft zu "Dampferfahrten" auf Spree und den zahlreichen Kanälen ab. Gerne können Sie auch mir eine Spreefahrt oder gar die rund 3h-Brückenfahrt unternehmen. So lernen Sie Berlin von der Wasserseite kennen, geruhsam und gerne mit einer "Molle" oder "Berliner Weisse" in der Hand und einem Snack zur leiblichen Stärkung.

15 Min

Hier tauchen Sie in das wahre und unverwechselbare Friedrichshain ein. Auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk (RAW) - hier wurden bis 1990 die Züge und Lokomotiven der Deutschen Reichsbahn (DDR) instandbesetzt - hat sich eine Vielzahl alternativer Betriebe eingerichtet. Von der Bar übers Kulturhaus mit Morning-Dance-Veranstaltung bis zum harten Technoclub finden Sie so ziemlich alles in ehemals verfallenden Gebäuden. Diese wurden liebevoll instandbesetzt und vor allem mit viel Graffiti versehen. Alles bedroht vom Wandel der Gentrifizierung, wo Start-Up-Unternehmen allmählich das lukrative und (noch) spannende Gelände erobern.

30 Min

Tauchen Sie ein in das authentische Flair einer wiederbelebten Markthalle. Befreit von den Einbauten der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, erleben Sie hier wieder Marktstände wie früher. Allerdings mit modernen Produkten, mit ökologischem Bewusstsein und dem Charme der historischen Markthalle. Besonders am Abend ein Muss mit vielen Spezialitäten-Snacks inmitten des quirligen Kreuzberg

15 Min

Leider ist das Künstlerhaus Geschichte an diesem historischen Ort, im Backsteinbau des ehemaligen Diakonissenkrankenhauses Bethanien in Kreuzberg 36. Wunderschön am Mariannenplatz gelegen, sollte es in den 70er Jahren eigentlich abgerissen werden. Doch unter anderem die Besetzung mit Beteiligung der Punk Rock Band "Ton, Scherben, Steine" verhinderte dies. Inzwischen ist oder auch eine Musikschule, die historische Apotheke von Theodor Fontane aber auch ein fabelhaftes Café im Innenhof untergebracht.

Highlights

WLAN an Bord
Fahrzeug mit Klimaanlage
Abholung von Ihrem Wunschort in der City (Hotel, Apartment ...)
Eintritt Ticket Schloss Charlottenburg bei Buchung der Option
Inkludiert ist sowohl die Taxifahrt gemäß Tarif (7% MwSt.) als auch die Stadtrundfahrt (19% MwSt.)
Parkgebühren
Privater Transport

Was ist inklusive

Inklusive
WLAN an Bord
Fahrzeug mit Klimaanlage
Abholung von Ihrem Wunschort in der City (Hotel, Apartment ...)
Eintritt Ticket Schloss Charlottenburg bei Buchung der Option
Inkludiert ist sowohl die Taxifahrt gemäß Tarif (7% MwSt.) als auch die Stadtrundfahrt (19% MwSt.)
Parkgebühren
Privater Transport
Nicht inklusive
Abholung vom Flughafen BER oder außerhalb S-Bahn-Ring nur gegen Aufpreis (Berliner Taxi-Tarif)
Trinkgeld
Mittagessen

Abholorte & -zeiten

Abholung innerhalb des S-Bahn-Ringes ist inklusive (Innenstadt). Abholung vom BER-Flughafen oder außerhalb der Innenstadt nur gegen Aufpreis (siehe Optionen) bzw. Anfrage per E-Mail oder Textnachricht. Bitte erst nach meiner SMS/WhatsApp nach draußen kommen.

Bewertungen der Reisenden

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Wichtige Informationen

  • Spezielle Sitze für Kleinkinder sind verfügbar.
  • Begleittiere erlaubt
  • In der Umgebung sind öffentliche Verkehrsmittel verfügbar.
  • Kleinkinder können in einem Kinderwagen gefahren werden.
  • Die Transfermöglichkeiten sind rollstuhlgerecht.
  • Für alle Fitnesslevel geeignet
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Kindersitz für Kleinkind ab einem halben Jahr bis drei Jahre vorhanden, sowie eine Sitzerhöhung für ältere Kinder. Auf Anfrage kann eine Babyschale mitgebracht werden (MaxiCosy)
  • Rollstuhlgerechter Transport bedeutet: Der Gast ruscht auf den erhöhten Beifahrersitz und der Rollstuhl wird im Heck mitgenommen

Bewertungen(4)

K
Karin_H
June 27, 2025
One of the Best Viator Experiences – Thoughtful and Immersive

Having taken several Viator tours over the years, I can say this was one of the best. Gunter was an exceptional guide—warm, professional, and deeply knowledgeable. What made this tour truly stand out was his ability to adapt the experience to my interests. Rather than simply visiting landmarks, he brought Berlin’s complex history to life with insight and sensitivity, creating a narrative that felt both personal and meaningful. The private taxi format allowed for flexibility, comfort, and comfortable pace—especially appreciated on a sunny day, with an air-conditioned car always nearby. Pickup and drop-off at my hotel added to the convenience. We covered a remarkable number of sites, and I left the tour with a much deeper appreciation for Berlin’s layered history. My sincere thanks to Gunter for an engaging and memorable experience—his passion for Berlin and for connecting with guests was clear throughout.

Antwort des Anbieters

Thank you so much for this intensive review! I try to do always my best to my guests - thanks hearing when it worked :-))

K
Kameron_B
June 14, 2025
Super fun and informative!

If you are traveling with older people it is great. The other thing is you get to see a lot of Berlin and learn the history. There's no way you could learn and see so much on your own in a short time.

Antwort des Anbieters

Thank you very much for this review

P
Phillip_T
December 8, 2024
Great tour especially if you are a history buff

Gunter was very informative and helpful and the entire tour was excellent Didn’t have to worry about taking pictures as Gunter did all that for us. 😊

1 Personen fanden das hilfreich
B
BobbieKempf
March 25, 2024
Phenomenal!

My husband abd I spent two days exploring Berlin & Potsdam with Gunter and he is a phenomenal tour guide! We learned so much about the history of the places we visited and he shared recommendations of other places to see while we were visiting. A tour with Gunter is a must do when visiting Berlin!

1 Personen fanden das hilfreich

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