Petra Wanderpfade & das Kloster (Al-Deir): Ein Wanderführer
Petra belohnt jeden, der bereit ist zu klettern. Jenseits von Siq und Schatzhaus liegen das gewaltige, in den Fels gehauene Kloster, die auf einem Grat gelegene Opferhöhe und ruhige Hinterwege, die die meisten Tagesbesucher nie zu Gesicht bekommen. Hier erfährst du, wie du sie erwanderst — die Routen, der Aufwand und das Timing — sowie die bestbewerteten geführten Wandertouren zum Buchen.
Auf einen Blick
- 1800+ Stufen zum Kloster (Al-Deir)
- 2Gratwanderung zur Opferhöhe
- 3Hinterweg von Klein-Petra aus
- 4Örtlicher beduinischer Wanderführer
Der Aufstieg zum Kloster (Al-Deir)
Das Kloster, oder Al-Deir, ist Petras größtes Monument und die Belohnung am Ende von rund 800 in den Fels gehauenen Stufen. Der Aufstieg vom Talkessel nahe dem Restaurant dauert 45 bis 60 Minuten durch ein schattiges Wadi vorbei an nabatäischen Nischen und endet an einer 47 Meter breiten, in die Felswand gehauenen Fassade. Ein Teehaus gegenüber bietet den klassischen Blick, und eine kurze Kletterpartie weiter oben führt zu Aussichtspunkten über das Wadi Araba bis zum Horizont.
Opferhöhe & Gratpfade
Für Panoramablicke ohne Menschenmassen führt die Opferhöhe über rund 600 Stufen von der Straße der Fassaden zu einem nabatäischen Altar hoch über der Stadt hinauf und anschließend hinunter in das ruhige Wadi Farasa vorbei am Löwenbrunnen und dem Garden Tomb. Zusammen mit dem Kloster bilden diese beiden Aufstiege das klassische Wanderduo in Petra — steil, aber technisch unkompliziert, am besten in den kühleren Morgenstunden zu bewältigen.
Der Hinterweg von Klein-Petra
Der Hinterweg stellt Petra auf den Kopf. Ausgehend von Klein-Petra (Siq al-Barid) überquert eine geführte Route das Sandsteinplateau und erreicht das Kloster von oben, sodass du in die antike Stadt hinabsteigst, statt aus ihr herauszuklettern. Die Tour dauert drei bis vier Stunden, erfordert einen örtlichen beduinischen Führer und bietet nahezu vollständige Einsamkeit — keine Ticketschlangen, keine Golfwagen, nur offene Wüste und nabatäische Ruinen.
Führer, Timing und Wasser
Diese Pfade sind teils unmarkiert und vollständig der Sonne ausgesetzt, weshalb sich ein lizenzierter Führer für die Hinterwege und die archäologischen Details lohnt. Trage festes Schuhwerk, starte bei Öffnung, um der Hitze zuvorzukommen, und nimm zwei bis drei Liter Wasser mit. Heb dir das Kloster für das letzte Licht auf, wenn möglich — die Fassade erstrahlt am späten Nachmittag golden, lange nachdem die Reisegruppen zurückgekehrt sind.
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